• Ministerkomitee des Europarates verabschiedet Konvention betreffend Gewalt gegen Frauen

    Am 7. April 2011 hat das Ministerkomitee des Europarates die neue Konvention zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt verabschiedet. Die Konvention ist das erste rechtlich bindende Instrument auf europäischer Ebene mit dem Ziel, die Opfer vor Gewalt zu schützen und die Straflosigkeit der Täter und Täterinnen zu beendigen. Als einziger bindender internationaler Vertrag verbot bis jetzt die Inter-American Convention on the Prevention, Punishment and Eradication of Violence against Women (sog. Convention of Belem do Para) aus dem Jahr 1994 explizit Gewalt gegen Frauen.

     

    Die äusserst umfangreiche Konvention sieht unter anderem Massnahmen in den Bereichen Prävention, Betreuung und Hilfe, Rechtsschutz und (zivil- und strafrechtliche) Verfahren vor. Ein weiteres Kapitel ist dem Themenbereich Migration und Asyl gewidmet. Erfasst werden alle Formen von Gewalt gegen Frauen, einschliesslich häuslicher Gewalt, von welcher Frauen unverhältnismässig stark betroffen sind (Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung, Stalking, physische und psychologische Gewalt und sexuelle Gewalt etc.). Die Mitgliedstaaten werden allerdings dazu ermuntert, die Konvention auf alle Opfer von häuslicher Gewalt anzuwenden, also auch auf Männer und Kinder (Art. 2). Vorbehalte sind nur zu ganz bestimmten Bestimmungen und unter restriktiven Bedingungen zulässig (Art. 78 f.).

     

    Zur Kontrolle der Umsetzung der Konvention in den einzelnen Staaten ist die Einrichtung einer internationalen Gruppe von unabhängigen Expertinnen und Experten - «Group of expert on action against violence against women and domestic violence» (abgekürzt: GREVIO) – vorgesehen.

     

    Die neue europäische Konvention wird am 11. Mai 2011 in Istanbul zur Unterzeichnung aufgelegt.

     

  • REAKTION DER FRAUEN AUF NEGATIVE NACHRICHTEN

    Im Zeitalter von Internet, Smartphones und Nachrichtensendern, die 24 Stunden am Tag über die neuesten Ereignisse in der Welt berichten, ist es schwer dieser Medienflut zu entkommen. Aber stresst uns das eigentlich ständig über Kriege, Morde oder Unfälle informiert zu werden? Kanadische Forscher haben Erstaunliches herausgefunden: Frauen und Männer reagieren unterschiedlich auf „Bad News“.

     

    Lassen wir uns von schlechten Nachrichten stressen?

    in Bericht von Uta Herbert / pixelio.de

     

    60 Frauen und Männer zwischen 18 und 35 haben an der Studie teilgenommen. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die einen mussten neutrale Nachrichten lesen. Zum Beispiel über die Eröffnung eines neuen Parkgeländes oder eine Filmpremiere. Die anderen wurden mit negativen Schlagzeilen konfrontiert.

     

    Erinnerung sorgt für Stress

     

    Dann führten die Wissenschaftler einen standardisierten Stresstest durch. Dazu haben sie die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Speichel der Versuchspersonen gemessen. Das Ergebnis: Der Stress stieg während dem Lesen der Negativschlagzeilen und kurz danach nicht an.

     

    Aber am nächsten Tag. Die Wissenschaftler befragten die Versuchspersonen, an welche Schlagzeilen sie sich erinnerten. Danach konnten Unterschiede in den Stresswerten zwischen den Lesern der neutralen und der negativen Nachrichten gemessen werden. Allerdings nur bei den Frauen.

     

    Frauen erinnern sich besser

     

    Frauen, die am Tag zuvor über Morde und Unfälle gelesen hatten, wiesen mehr Cortisol im Speichel auf. Und: "Die Frauen konnten sich auch an mehr Details der negativen Geschichten erinnern", berichtet Stressforscherin Marie-France Marin.

     

    Ein möglicher Grund dafür: Frauen haben eine andere Stressregulation als Männer. Im Laufe der Evolution könnte das dadurch entstanden sein, dass sie nicht nur für das eigene Überleben sondern auch für das ihres Nachwuchses sorgen mussten. „Dadurch sind Freuen empathischer“, erklärt Marin.

     

    Im Medienzeitalter könnte sich dieser Unterschied nun negativ für die Frauen auswirken. Ob die erhöhte Stressantwort bei Frauen auch krank machen kann, muss allerdings noch geklärt werden. Der berühmte Satz der Medienbranche „Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“ muss in diesem Zusammenhang aber vielleicht noch einmal überdacht werden.

     

     

  • Indien will Gewalt gegen Frauen bekämpfen

    Von Apa/dpa

     

    Nach der Mordanklage gegen die mutmaßlichen Peiniger des indischen Vergewaltigungsopfers will Indiens Regierung Gewalt gegen Frauen "mit eiserner Hand" bekämpfen.

     

    Vorfälle wie die Vergewaltigung der 23-jährigen Studentin, die am vergangenen Samstag an ihren Verletzungen starb, seien "für unsere Demokratie nicht hinnehmbar. Das muss mit einer eisernen Hand eingeschränkt werden." Shinde kündigte an, in jeder der oft nur von Männern besetzten Polizeiwachen in Neu Delhi würden künftig auch zwölf Beamtinnen Dienst verrichten. Für die Wachen und andere Dienststellen in der Hauptstadt sollten mehr als 2.500 Polizistinnen rekrutiert werden.

     

    Nach der Gruppenvergewaltigung wurden schwere Vorwürfe gegen die Polizei laut. Der ebenfalls attackierte Freund sagte am Freitag, der schwer verletzten, nackten 23-Jährigen sei fast eine Stunde lang niemand zu Hilfe gekommen. Erst nach 45 Minuten seien Polizisten eingetroffen. Doch obwohl die mehrfach vergewaltige Frau stark blutete, sei zunächst eine Diskussion unter den Polizisten entbrannt, welches Revier für die Tat zuständig sei. Der Freund sagte dem Sender Zee News, er habe auch Passanten vergeblich um Hilfe gebeten.

     

  • Studie: Mütter mit Vollzeitjob sind gesünder

    Eine Studie zweier Wissenschaftlerinnen der University of Akron in Ohio hat nun bewiesen, dass Mütter, die in Vollzeit arbeiten, gesünder sind als diejenigen, die Teilzeit- oder nicht berufstätig sind.

     

    Und zwar sowohl körperlich als auch geistig. 2.540 Frauen, die zwischen 1978 und 1995 Mutter geworden sind, haben an dieser Studie teilgenommen.

     

    Ergebnis ist, dass Mütter um die 40 mit Vollzeitstelle weniger depressiv sind, mehr Energie haben und seltener krank sind.

     

  • Aufschrei in Köln: Massenhaft Frauen Belästigt!

    05.01.2016: 90 Anzeigen in Köln, zehn Fälle in Hamburg, einige Vorfälle in Stuttgart – das ist die bisher bekannte Faktenlage: Dass in der Silvesternacht reihenweise Frauen von Männer-Gruppen bedrängt und auch sexuell belästigt wurden, sorgt in Deutschland für heftige Debatten - in der Politik ebenso wie in sozialen Netzwerken. Während die Politik Konsequenzen fordert und die Polizei gerade eine Krisensitzung abhält, wird im Netz der Vorwurf der "Vertuschung" laut.

     

    Was ist passiert? Am Kölner Hauptbahnhof, auf der Hamburger Reeperbahn und in der Stuttgarter Innenstadt haben in der Silvesternacht Gruppen aus Männern gezielt Frauen eingekreist, sie belästigt und angegriffen; eine Vergewaltigung wurde angezeigt. Publik gemacht hat die Kölner Polizei die Vorfälle in der Karnevalsstadt am Samstag, die Pressemeldung ging aber in den überregionalen Medien unter. Augenzeugen berichten von einer besonders aggressiven Stimmung.

     

  • Die Vorfälle von Köln und der Islam

    15. Jänner 2016: Es ist eine "giftige Mischung aus Kultur und Religion", aus der die Übergriffe zu Silvester in Köln, anderen deutschen und auch österreichischen Städten entstanden sind. Das Hauptproblem daran ist, dass genau das schöngeredet und verschwiegen wird – besonders bei der europäischen Linken. Sie lässt muslimische Islamkritiker schändlich im Stich Die Vorfälle von Köln und der Islam Was in der Silvesternacht in Köln passierte, passiert jetzt, in diesem Moment und wie selbstverständlich, am helllichten Tag hunderttausendfach in Nordafrika und in der arabischen Welt: Frauen werden sexuell belästigt, gedemütigt und, so sie es wagen, sich den Übergriffen zu widersetzen, als "Schlampen" oder "Huren" beschimpft.

     

    Die ägyptische Schriftstellerin und Feministin Mona Eltahawy hat dieses Phänomen und seine Ursachen am 2. Mai 2012 in "Le Monde" beschrieben: "Ja: Sie (die Männer der arabischen Welt) hassen uns. Es muss endlich gesagt werden ... Die Frauen der ganzen Welt haben Probleme; stimmt; ... und richtig, in vielen 'westlichen' Ländern werden Frauen weiterhin wie Objekte behandelt. Das ist im Allgemeinen der Punkt, an dem das Gespräch beendet wird, wenn Sie versuchen, über die Gründe zu diskutieren, aus denen die arabischen Gesellschaften die Frauen hassen ... Nennen Sie mir den Namen arabischer Länder, und ich werde eine Litanei an Beispielen für den schlimmen Umgang mit Frauen rezitieren, der von einer giftigen Mischung aus Kultur und Religion angefacht wird, mit der sich anscheinend nur wenige auseinandersetzen wollen, aus Angst, der Blasphemie beschuldigt zu werden oder zu schockieren."

     

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